Green Empathy - Souvenirs

GREEN EMPATHY oder: „die gute Seite der (musikalischen) Globalisierung“

Daniel Voss dürfte den Freundinnen und Freunden globalisierter elektronischer Grooves auch bekannt sein als eine Hälfte von Weathertunes oder aber als Bruder (und einfallsreicher Remixer) von Roland Voss (aka Lemongrass und Jasmon).

 

English version

 
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Unter dem Projektnamen GREEN EMPATHY schwebt, oszilliert und tagträumt Daniel Voss über 75 Minuten lang elektro-akustisch zwischen Orient und Okzident. Er pendelt zwischen den Polen und webt dabei Klangteppiche, auf dem sich Reiseeindrücke in fein ziselierte Ornamente und Muster verwandeln. Zuhause angekommen, wird ein ganzer Sack voller Impressionen und fremder Klänge mit feinfühliger Hand in die 18 Stücke seines Debüt-Longplayers Souvenirs gegossen. Das Resultat verdient wirklich den Namen „Album“, denn hierin hat Daniel Voss seine virtuellen und realen Reisen zu den unterschiedlichsten Orten dieser Welt sozusagen dokumentiert. Ob nun Indien, Japan, China, Tibet, Afrika und der arabische Raum, ob Lateinamerika, USA, Irland oder Australien: Von überall bringt er uns klangliche Impressionen, Gegenstände, Erinnerungen und Geschenke mit. Diese spiegeln sich in den meist von ihm allein oder gemeinsam mit seinem Bruder Roland komponierten, arrangierten und produzierten Songs wider. Mit Roland zusammen hatte Daniel ja bereits unter dem Namen Weathertunes zwei sehr schöne Alben für peacelounge aufgenommen: characters (peal 001) und the birds & the sky (peal 004), die beide in diesen Tagen – mit Bonus Tracks und neuem Mastering - wiederveröffentlicht werden.

The Artist: Daniel Voss ist ein Wanderer zwischen den musikalischen Welten, ein gewiefter Genre-Pflücker, der sich aus den feinsten Elektronik-Musikstilen – von Lounge und Worldbeats über experimentellere Electronica bis hin zu Drum & Bass – ein nach Süden ausgerichtetes, kuscheliges Klangnest baut, in dem auch rein akustisch erzeugte Töne einen Platz finden. Der am 19.11.1977 in Bünde bei Bielefeld geborene, multitalentierte Musiker beweist mit seinen digital wie auch analog generierten Tracks, dass auch positive Seiten des verruchten Begriffes Globalisierung existieren.

Als Kind einer Musikerfamilie und Bruder von Roland Voss (Lemongrass, Jasmon) streift Daniel auf weichen Nomaden-Sohlen und mit wachen, interessierten Augen durch Länder und über ganze Kontinente. Die Idee zu diesem Album entstand schon vor vielen Jahren, als Daniel „...eine Plattform schaffen wollte, auf der sich musikalische Elemente aus den Bereichen Elektronik / Club / Lounge mit  traditionellen Gesängen und Instrumenten aus verschiedenen Kulturen treffen können.“ Voss weiter: „ In dem Namen Green Empathy steckt ja „Empathie", also Einfühlungsvermögen. Das heißt, ich versuche verschiedenste Sichtweisen, wie sie auf dem gesamten Globus anzutreffen sind, von innen heraus zu betrachten und zu begreifen. Musik ist ein wunderbarer Schlüssel dazu, weil hiermit Gefühle, Bilder und Ästhetik über alle Sprachbarrieren hinaus transportiert werden können. Letztendlich ist es wie in der Natur: Alles zusammen betrachtet ergibt ein riesiges Orchester, und jeder Einzelne leistet einen unverzichtbaren Beitrag. Von sogenannten ‚hellsichtigen’ Menschen wird immer wieder berichtet, dass die Aura eines mitfühlenden Menschen in der Mitte grün sei - die Farbe des Herzens, der Verbundenheit mit dem Ganzen. Darum GREEN EMPATHY. In dem Namen steckt aber auch ein Aufruf zu mehr Frieden, Akzeptanz und Toleranz.“

The Album: Die Stücke von dem Album mit dem programmatisch zu verstehenden Titel SOUVENIRS sind das Musik gewordene Ergebnis dieser Lust nach lebendiger Vielfältigkeit. Das Ergebnis von virtuellen und realen Reisen zu den unterschiedlichsten Orten, die Voss besuchte. Ob nun Indien, Japan, China, Tibet, arabische Länder, Nordafrika, Ghana, Lateinamerika, USA, Irland oder Skandinavien: Von überall brachte er Klangfragmente und musikalische Impressionen mit. Diese Eindrücke, Gegenstände, Erinnerungen und Geschenke spiegeln sich in den überwiegend alleine komponierten, arrangierten und produzierten Songs wieder. Als einzige „einheimische“  Vokalistin tauchte die in Minden (in dessen Nähe Daniel Voss lebt) geborene LiuLiu, auf dem Stück „Made Of Love“ zu hören, persönlich im Studio auf.

Im Studio der Gebrüder Voss fanden somit wieder einmal überaus spannende, zum Teil durchaus unerhörte Verschmelzungen statt. So integriert Daniel in „Temples Of Tokyo“ keltische Folklore und japanischen Mönchsgesang mit Drum’n’Bass-Rhythmen. Dabei bleibt offen, ob zum Beispiel Australien, von Voss als Setting des Stücks „Pacific Walk“ benannt, als wahrhaftiger Klangraum auftaucht, oder „nur“ als Projektionsfläche dient. Auch „Do You Know?“, ein wunderbarer Downtempo-Popsong, der (textlich) nur diese eine Frage des Titels beinhaltet, spielt an einem besonderen Ort, nämlich „Irland, diese grüne Insel voller Mythen und Geschichten“ (D. Voss) – und vielleicht auch ein versteckter Verweis auf die Herkunft des Projektnamens? Ein bereits auf diversen Compilations gern gehörter Track ist „Black Sand“, und der hat auch eine klar definierte Provenienz: La Gomera, oft bereistes Refugium von Hippies und Kulturschaffenden, von unserem Musiker beinahe lakonisch beschrieben mit „früher ein Vulkan und jetzt eine grüne Insel mit schwarzem Sand“. Ebenso konkret sind die Ortsangaben zu „A Beautiful Night“, nämlich „eine warme Nacht an einem Strand in Ghana. Es wird gefeiert.“ Auch in „O Mabe ku mema-e“ ist die Stimme einer Sängerin aus Ghana zu hören, die sich zwischen Jazz und Breakbeats – modernsten Tönen von der Nordhalbkugel keineswegs fremd oder unwohl zu fühlen scheint. Zig Tausend Meilen ostwärts unternehmen wir mit „Hindu Rush“ eine Reise durch weiten Landschaften Indiens. Die Welt – oder unsere Wahrnehmung von ihr – wird schnell und langsam zugleich. Der Subkontinent bietet auch die Szenerie für „Trigger“, laut unserem Künstler „eine indische Liebesgeschichte“ mit House-Beat, „du hast so wunderschöne grüne Augen und dein Lächeln erfreut mein Herz...“ Ein Schuft ist, wer hinter den grünen Augen einen weiteren Wink Richtung des Projektnamens vermutet. Aber träumen wird man ja noch dürfen...

Das ist Weltmusik im positivsten Sinne des Wortes, kein Ethno-Getümel, sondern die moderne und souveräne Be- und Verarbeitung wirklich globaler Einflüsse in Text und Klang. Somit ist GREEN EMPATHYs wunderbar vielfarbiges Album ein willkommener Gegenentwurf zu jener überall zu beobachtenden Tendenz der Abgrenzung und argwöhnischen Betrachtung von allem, was fremd erscheint. Daniel Voss hat die Welt zu einem tonalen Dorf gemacht, in dem unzählige musikalische SOUVENIRS gleichberechtigt und friedlich koexistieren...

 

Tracklist

 

01. sailing in turquoise

02. airport

03. let there be music

04. tropic rain

05. hindu rush

06. trigger

07. temples of tokyo

08. o mabe ku mema-a

09. a beautiful night

10. black sand

11. evening flow

12. pacific walk

13. the sun painting shadows on the ground

14. do you know

15. moods

16. made of love

17. intertwined

18. the speed of earth

 

 

Releasedate: 06/07/2007

Label:  peacelounge recordings

Format: CD | Digital

Labelcode: LC 11784

Catalogue No: peal 024

EAN: 4260044590615

Distribution: AL!VE | Zebralution (digital only)

 
 
 
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