m.age.project - Loving+++! (EP)

m.age.project : More Love, More Music!

 

VÖ: 28.09.2012

 
   
 

Matthias Harnitz hat ein Problem: Neudeutsch könnte man es mit “creative superabundance” beschreiben. Der Mann hat zu viele Ideen – obendrein auch noch gute – und ist immer in mindestens drei bis vier Genres gleichzeitig unterwegs. Auf sein stark House-infiziertes Debüt “Intertwined” im Jahr 2008 folgte zwei Jahre danach mit “Mirador” ein musikalisches “Meisterwerk” (Zitat ZDF-Musik-Regisseur A. Heller), das mit Flamenco und Fado-Anklängen der iberischen Halbinsel huldigte. Und jetzt? Jetzt will uns m.age.project mit Loving +++ die Vorzüge der “Vielliebe” näherbringen. Wie das genau gemeint ist, darüber lässt sich trefflich spekulieren, und ein Blick auf das Cover gibt erste Hinweise... Vor allem aber liebt “M.H.” eben viele Musikrichtungen, dass er sich einfach nicht auf eine House, Lounge oder Ambient-EP festlegen wollte oder konnte.

Der Opener “Embrace Me” ist ein urbaner Downtempo Track mit einem jazzigen Unterton, der auch als Soundtrack zu einer ‘Manhatten Murder Mystery’ ganz gut funktionieren würde. Das genaue Gegenteil dazu ist “Tidal Dreams” (2) – eine balearisch-sommerlich angehauchte House-Nummer, die trotz flotter 127 BPM zum Beine ins Wasser baumeln lassen einlädt. Weiter geht’s: Auf der Strandpromenade von Rio De Janeiro (wie heißt die doch gleich?) präsentiert eine bunte Gruppe leicht bekleideter junger Menschen zur Musik von DJ “Brazilomatic” (3) akrobatische Tanzeinlagen, ohne ernsthaft ins Schwitzen zu kommen. Weit nach Mitternacht, nachdem sie reichlich Sonne getankt und sich müde getanzt haben, werden die Beach People zu “Barhoppers” (4); der gleichnamige Trip Hop Track eignet sich perfekt für den nächtlichen Chillout. Einschlafen wollen wir jedoch noch nicht, jedenfalls nicht so lange Flötist und Keyboarder unsere Ohren noch mit jazzigen Soli umschmeicheln. Inzwischen ist der Vollmond aufgegangen und steht hell über dem schwarzblauen Horizont: “Moonbabe” (5) erinnert klanglich – im besten Sinne – an die legendären Tangerine Dream der späten Siebziger Jahre. Der spacige Downtempo Track schiebt sich ebenso gemächlich wie unaufhaltsam ins All, vorbei am Erdtrabanten und hinaus in die äußeren Gefilde unseres Sonnensystems. Auf der heimischen Erde werden derweil neue Lebens- und Liebesformen ausgelotet, denn um nicht weniger geht es in “Polyamory” – allerdings ohne Worte, die vertrackte Rhythmik (74 bzw 148 BPM) und die “Chant”-artige Melodie mit Anklängen indischer Kamasutra-Vibes sagen uns alles, was wir wissen müssen. Ganz ohne Worte kommt m.age.project bei “We Are Light” im “unspoken truth edit” aus. Dieser sehr relaxte Ambient-Track bildet den würdigen Endpunkt einer bewegenden Reise durch den bemerkenswerten Klangkosmos des Herrn Harnitz aus Hannover.

 

 
 
 
 

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